Bundespreis Verbraucherschutz 2019 - Preisträger Maximilian Schrems

Der Bundespreis Verbraucherschutz 2019 in der Kategorie Engagement geht an Maximilian Schrems. Der österreichische Jurist und Datenschutzaktivist wird für seine Vorreiterrolle im Datenschutz ausgezeichnet. 

Der österreichische Jurist und Datenschutzaktivist Maximilian Schrems erhält die Auszeichnung in der Kategorie „Engagement für Verbraucherschutz“. Maximilian Schrems hatte 2015 erreicht, dass die Aufhebung der Safe-Harbor-Vereinbarung zum Datenaustausch zwischen EU-Staaten und den USA durch den EuGH erwirkt wurde. Immer wieder wirft er Facebook seitdem die illegale Nutzung von Verbraucherdaten vor und wird auch nicht müde, immer wieder auch gerichtlich gegen den Konzern vorzugehen. Er hat dem europäischen Gesetzgeber nicht nur deutlich gemacht, dass die europäische Rechtsdurchsetzung – insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes – gestärkt werden muss. Zudem übt er mit der 2017 von ihm gegründeten Organisation NOYB – europäisches Zentrum für digitale Rechte (eigene Schreibweise auch noyb; von englisch none of your business ‚geht dich nichts an‘) immer wieder auch Druck auf die Aufsichtsbehörden aus. So verschickte NOYB beispielsweise am ersten Tag des Inkrafttretens der DSGVO gesammelte Beschwerden gegen Facebook, Google und Co. an die zuständigen Aufsichtsbehörden.