Bündnis für Verbraucherbildung in Sachsen-Anhalt - Netzwerkbildung zur Stärkung der Verbraucherbildung an Schulen

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Worum geht es?
Alle an einen Tisch: Bildungsexperten aus Wissenschaft, Politik und Schule überlegen gemeinsam mit der Verbraucherzentrale, wie Verbraucherbildung stärker im Unterricht verankert werden kann und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.

Hintergrund
Lebensmittel, Handys, soziale Netzwerke oder Finanzen: Jugendliche wissen oft erschreckend wenig über die Dinge, mit denen sie sich Tag für Tag als Konsumenten von Waren und Dienstleistungen beschäftigen – und zwar unabhängig davon, ob sie eine Sekundar- oder Gesamtschule oder ein Gymnasium besuchen.

Damit sich das ändert, hat das Land Sachsen-Anhalt verschiedene Themenfelder der „Verbraucherbildung“ in die Lehrpläne und Rahmenrichtlinien aufgenommen. Doch wie sieht die Umsetzung in die Praxis aus? Wichtig für den nachhaltigen Lernerfolg ist es, die Inhalte umfassend und fächerübergreifend zu unterrichten – und sich dabei an der Alltags- und Lebenswelt der Schüler zu orientieren. Das gelingt jedoch nur, wenn die Lehrkräfte auf diese Aufgabe vorbereitet und entsprechend ausgebildet sind.

Inhalte und Ziele
Wie ist die aktuelle Situation an den Schulen? Wo läuft es gut, in welchen Bereichen gibt es Nachholbedarf? Um das herauszufinden, hat die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt Experten zum Dialog eingeladen. Vertreter aus Wissenschaft, Bildung und Schule hatten einen Tag lang Gelegenheit, sich auszutauschen, miteinander zu diskutieren und gemeinsam darüber nachzudenken, wie Verbraucherbildung sinnvoll, nachhaltig und langfristig an Schulen etabliert werden kann.

Ein entscheidender Punkt: Ohne eine fundierte Ausbildung und ein umfassendes Angebot an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte geht es nicht. Aus den Ergebnissen des Expertendialogs werden nun konkrete Maßnahmen entwickelt, die die Umsetzung der gesetzlichen Richtlinien in die Praxis gewährleisten und die Verbraucherbildung an Schulen verbessern sollen. Langfristiges Ziel ist es, den Dialog der Akteure aus den unterschiedlichen Bereichen zu intensivieren, um für Schüler/innen und Lehrkräfte die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen.

Gesellschaftliche Wirkung
Wenn Wissenschaft, Politik und Schule zusammenarbeiten und regelmäßig ihr Wissen und ihre Erfahrungen austauschen kommt das der Qualität der Lehre zugute – und damit den Schüler/innen, die von einer guten Verbraucherbildung in ihrer Schule profitieren. Sie lernen, wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen und sind so in der Lage, ihre (Konsum-) Entscheidungen im Alltag eigenverantwortlich und unabhängig zu treffen. Die Entscheidungsträger werden zur Bedeutung von Verbraucherbildung sensibilisiert.

Kategorien:
Bildung

Projekt Steckbrief

Laufzeit
Januar 2013 bis Dezember 2013
Fördersumme 9.630 €
Projektvolumen 10.000 €