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Gegründet vom Verbraucherzentrale Bundesverband und seinen Mitgliedsorganisationen
Grafik mit Globus, Bildschirm, Büchern zu schulischer Verbraucherbildung

Verbraucherschule II - Fit für nachhaltige Lebensstile

Worum geht es?

Gesund leben, klug mit Geld umgehen, klimafreundlich handeln - die Themen der Verbraucherbildung sind so vielfältig wie unser Alltag und in unserer bunten Konsumwelt mit reichlich Tücken und Fallstricken gespickt. Das Netzwerk Verbraucherschule setzt auf starke Verbraucherinnen und Verbraucher von Anfang an. Deshalb unterstützt das Projekt Schulen dabei, alltagsnahe Verbraucherbildung in ihren Unterricht zu integrieren und die Themen abwechslungsreich und kreativ mit Leben zu füllen. Es gibt interessierten Schulen bundesweit Starthilfe bei der Umsetzung, bietet regelmäßig aktuelle Informationen, unterstützt mit Online-Fortbildungen für Lehrende und bringt sie zusammen, um Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Engagierte Schulen können sich zudem um die Auszeichnung Verbraucherschule bewerben.

Hintergrund

Nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2013 zur Stärkung der Verbraucherbildung wurde die Vermittlung von Alltagskompetenzen in unterschiedlichen Ausprägungen in die Lehrpläne der Bundesländer aufgenommen, jedoch nicht bundesweit und prüfungsrelevant integriert. Deshalb fehlen  Lehrerinnen und Lehrern noch immer die Wissensangebote und die Ideen, wie eine lebnesnahe Verbraucherbildung mit den klassischen Lehrinhalten verknüpft werden kann und sie so Kinder und Jugendliche für nachhaltige, verantwortliche und kritische Konsumentscheidungen fit machen können.

"Verbraucherschule - Fit für nachhaltige Lebensstile" baut auf den vorangegangenen Projektphasen auf, in denen bereits ein breites Netzwerk an Schulen geschaffen wurde. Seither begeisterten sich immer mehr Lehrende für die Angebote und die Unterrichtsideen, mithilfe dessen sie Kinder und Jugendliche zu verantwortungsvollen Konsumentscheidungen zu befähigen. Zudem wurden in den bislang vier erfolgreich durchgeführten Auszeichnungsrunden über 100 Schulen geehrt, die mit einem breiten Potpourri an engagierten Verbraucherbildungsprojekten punkten - angefangen bei der klimaneutralen Schülerfirma über Reparatur-Workshops hin zur Organisation der eigenen Klassenfahrt durch die Schülerinnen und Schüler. Auch als Vorbilder für andere Schulen zeigen sie: Verbraucherbildung muss nicht schnöde sein, sondern bietet mit Alltagsnähe jede Menge Kreativität.

Inhalte und Ziele

Ziel des Projektes ist, Entscheidungs- und Handlungskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen für bewussten und nachhaltigen Konsum durch Bildung aufzubauen. Denn Verbraucherschulen stärken frühzeitig nachhaltige Alltagskompetenzen junger Menschen durch Unterrichtsvorhaben und Schulaktivitäten in allen Bedarfsfeldern: Nachhaltigkeit, Digitales und Medienkompetenz, Finanzen sowie Gesundheit und Ernährung. Die Auszeichnung Verbraucherschulehat zielt darauf ab, Schulen für ihr Engagement öffentlichkeitswirksam zu würdigen und Pädagogen zu motivieren und zu befähigen, langfristig nachhaltiges Konsumhandeln im Schulalltag zu thematisieren und integrieren. Es wird angestrebt, dass sowohl das Netzwerk weiter wächst, als auch die Anzahl der Bewerbungen auf die Auszeichnung weiter steigt. ImZusammenhang damit soll zudem auf bildungspolitischer Ebene und in Zusammenarbeit mit den verbraucherpolitische Akteuren die strukturelle Verankerung von Verbraucherbildung vorangetrieben werden.

Auch die Angebote im Netzwerk werden vielfältiger: So wird es Pädagogen erleichtert, Lernarrangements umzusetzen und in den Schulalltag zu integrieren. Insbesondere durch den Ausbau von Online-Fortbildungen - durchgeführt von Experten aus Bildung und Verbraucherschutz - erhalten Lehrerinnen und Lehrer regelmäßig und flexibel neues Wissen und neue Impulse für ihren Unterricht. Die Chancen, dass Schülerinnen und Schüler so wirklich in den Genuss von Verbraucherbildung kommen, steigen durch die Vorbildfunktionen der unterstützenden Lehrkräfte und Schulen.

Gesellschaftliche Wirkung

Verbraucherbildung schärft bei Schülerinnen und Schülern den kritischen Blick auf Konsumentscheidungen und vermittelt Alltagskompetenzen im Klassenzimmer sowie außerhalb des Unterrichts. Dies trägt dazu bei, dass Kinder und Jugendliche ihr Leben verantwortungsbewusst für sich und andere gestalten können und Bewusstsein dafür schaffen, welche Folgen ihre Konsumentscheidungen individuell, lokal und global, sozial, ökologisch und ökonomisch haben – insbesondere in der komplexen und sich kontinuierlich verändernden Konsumgesellschaft.

Die mediale Resonanz auf die ausgezeichneten Schulen befördert zudem den gesellschaftlichen Diskurs über Verbraucherbildung und unterstützt die Platzierung von Verbraucherbildung im politischen Prozess. So macht z.B. die „Auszeichnung Verbraucherschule“ mit der Ehrung und Vorstellung herausragender Best-Practice-Beispiele auf Verbraucherbildung aufmerksam und zeigt politischen Entscheidungsträgern auf, wie gelungene Verbraucherbildung funtionieren kann.

Unter www.verbraucherschule.de/interessenbekundung können sich Schulen jeder Schulform im Netzwerk Verbraucherschule anmelden und Verbraucherbildung in ihrer Schule vorantreiben. Angefangen bei Hilfestellungen und Impulsen zur Umsetzung von Verbraucherbildung im Unterricht, über Onlinefortbildungen und Netzwerktreffen zum Austausch mit anderen Lehrkräften in ganz Deutschland, hin zur Möglichkeit für engagierte Schule, sich für die Auszeichnung Verbraucherschule zu bewerben, bietet das Netzwerk Verbraucherschule ein breites Angebot, damit Verbraucherbildung in der Schule erfahrbar wird.

Weitere Infos finden sie im Netzwerk Verbraucherschule auf verbraucherbildung.de

Im Februar 2023 wurden 69 Schulen mit der Auszeichnung Verbraucherschule für ihr besonderes Engagement für Verbraucherbildung gewürdigt. Eindrücke von der Auszeichnungsveranstaltung finden Sie hier.

Projekt Steckbrief
Laufzeit
April 2021 bis März 2023
Fördersumme
219.500 €
Projektvolumen
296.500 €