Verbraucherschule

Modellvorhaben der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz

 Schaubild

Verbraucherbildung gehört in die Schule, befanden über 1.000 Lehrkräfte, Verbraucher- und Bildungsfachleute in einer Umfrage im Januar 2013. Dieses Ziel unterstützt die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz (DSV), indem sie Kooperationen von Verbraucherschulen mit Verbraucherorganisationen fördert.

Bundesweit können sich allgemeinbildende Schulen noch bis zum 30. Juni als Verbraucherschule auszeichnen lassen. Alle Informationen zur Auszeichnung Verbraucherschule sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie hier: www.verbraucherbildung.de/verbraucherschule/bewerbung 

Kompetenzen erwerben für eigene Entscheidungen

Verbraucherschulen sind Modellschulen, die zeigen, wie die Vermittlung von Konsum- und Alltagskompetenzen im Schulangebot erfolgreich gelingen kann. Ihr Ziel: Schülerinnen und Schüler sollen selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Konsumentscheidungen treffen können. Hierbei werden sie auch lernen, die Marketingtricks der Unternehmen zu durchschauen und kompetent darauf zu reagieren.

Verbraucherbildung in das Schulleben integrieren

Um Verbraucherschule zu werden, verpflichtet sich die Gesamtkonferenz einer Schule, die Themen Finanzen, Medien, Ernährung/Gesundheit und Nachhaltigkeit in den Schulalltag zu integrieren. Unterstützt werden soll das von einem Schulteam, bestehend aus Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Eltern und externen Organisationen.

Die vier Handlungsfelder werden laufend in das Schulprogramm und die schulinternen Lehrpläne integriert. Fortbildungen machen die Lehrkräfte fit für die neuen Themen und Inhalte.

Darüber hinaus können die Verbraucherschulen ihr Profil durch Schwerpunkte oder Aktionen stärken. Das können Angebote für die Freizeit, von Schülern durchgeführte Marktchecks, Fair Trade-Produkte am Schulkiosk, ein Schulgarten oder der Austausch mit anderen Schulen etwa zu Fragen des Datenschutzes in sozialen Netzwerken sein.

Der Unterricht vermittelt Wissen aus dem Lebensalltag der Schülerinnen und Schüler – und befähigt sie, das Gelernte praktisch anzuwenden. Unterstützt werden die Modellschulen von Verbraucherorganisationen vor Ort und weiteren Kooperationspartnern wie Universitäten und Bildungsinstitute.

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz fördert die Kooperationen über den Fonds für Verbraucherbildung. Beispielsweise unterstützt die Stiftung ein Modellvorhaben der Gemeinschaftschule Wilster, der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und der Universität Flensburg.

Verbraucherbildung politisch verankern

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz setzt sich für mehr Verbraucherbildung ein. Sie begrüßt ausdrücklich die im September 2013 beschlossene Empfehlung der Kultusministerkonferenz „Verbraucherbildung an Schulen“.

Jetzt ist die Politik auf Landesebene gefordert, die nächsten Schritte umzusetzen. Sie muss Verbraucherbildung

  • in den Lehrplänen verankern
  • in der Lehreraus- und -fortbildung fördern und
  • als Forschungsbereich ausbauen.

Link zu einem Interview mit zwei Schülerinnen der Verbraucherschule Wilster