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Gegründet vom Verbraucherzentrale Bundesverband und seinen Mitgliedsorganisationen
Screenshots aus dem Kanal Faktencheck Finanzen
News | 16.04.2026

Schnell reich mit TikTok-Tipps?

Faktencheck Finanzen der Verbraucherzentrale NRW geht in die Fortsetzung

 

Leon ist 22, macht eine Ausbildung und will endlich mehr aus seinem Geld machen. Auf TikTok stößt er auf ein automatisiertes KI-Trading-System, das täglich Gewinne von mehreren Hundert Euro verspricht. Für 497 Euro gibt es das „komplette System". Leon zögert kurz, kauft dann doch. Was er bekommt: ein paar Videos, eine WhatsApp-Gruppe voller Werbung – und die Erkenntnis, dass er dieses Geld hätte besser anlegen können.

Krypto-Tipps, Trading-Strategien, passives Einkommen, Finanzcoachings – Social Media ist voll von vermeintlich schnellen Wegen zum großen Geld. Gerade junge Menschen laufen Gefahr, sich von diesen Versprechen mitreißen zu lassen, ohne zu hinterfragen, wer wirklich davon profitiert. Denn hinter vielen dieser Angebote stecken keine Erfolgsmodelle, sondern oft überteuerte Kurse oder sogar illegale Schneeballsysteme.

Das Projekt „Faktencheck Finanzen“ der Verbraucherzentrale NRW setzt hier mit kurzen Clips auf TikTok und YouTube einen Gegenpol und leistet unabhängige, faktenbasierte Finanzbildung - von der Aufklärung über Abzockmaschen und illegale Schneeballsysteme über den verantwortungsvollen Umgang mit Geld und Schulden bis hin zu Grundlagenwissen rund ums Anlegen, Sparen und Finanzbegriffe, die jeder kennt, aber kaum jemand erklären kann.

Zweites Jahr, neues Ziel: Die Community im Mittelpunkt

Im zweiten Projektjahr von „Faktencheck Finanzen“ rückt der Austausch mit der Zielgruppe stärker in den Fokus: Durch direkten Dialog und eine engere Verzahnung mit den Fragen und Interessen der Community sollen Reichweite und Wirkung des Projekts weiter gesteigert werden – ob es um das Erkennen dubioser Angebote geht oder um solides Grundlagenwissen rund um Geld und Finanzen.
„Finanzbildung ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf“, sagt Marian Kulig, Projektleiter von „Faktencheck Finanzen“. „Daher freuen wir uns sehr, dass wir ein weiteres Jahr zur Aufklärung über Finanzthemen auf Social Media beitragen können.“

Finanzierung und Förderung

Ermöglicht wird die Fortsetzung des Projekts durch Mittel der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz. „Gute Finanzbildung heißt für uns: nicht frontal belehren, sondern Orientierung im Dialog schaffen – verständlich, unabhängig und nah an der Lebensrealität junger Menschen. Hier setzt ‚Faktencheck Finanzen‘ an und stärkt junge Verbraucher:innen in ihrer Finanzkompetenz auf Social Media, wo Information, Meinung und Geschäftsmodell oft verschwimmen. Für uns ist das Projekt ein Best Practice moderner Verbraucherbildung.“, sagt Luise Will, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz.

Weiterführende Informationen:

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