Bundespreis Verbraucherschutz 2019

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz honoriert Engagement für Verbraucherrechte im Bereich Datenschutz, Pflege und Nachhaltigkeit
16.10.2019

Foto: DSV Holger Gross
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  • Deutsche Stiftung Verbraucherschutz verleiht unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht den Bundespreis Verbraucherschutz 2019.
  • Der österreichische Jurist und Datenschutzaktivist Maximilian Schrems wird in der Kategorie „Engagement für Verbraucherschutz 2019“ für seine Vorreiterrolle im Datenschutz ausgezeichnet.
  • In der Kategorie „Projekt des Verbrauchschutzes 2019“ werden die ehrenamtlichen „Pflege-Scouts“ aus dem Kreis Mettmann sowie die Lübecker Gemeinschaftsinitiative „Wir für Mehrweg“ ausgezeichnet.


„Mit dem Bundespreis Verbraucherschutz zeichnen wir Menschen aus, die sich vorbildhaft für andere Verbraucherinnen und Verbraucher einsetzen. Viele Menschen engagieren sich dafür, dass Verbraucherinnen und Verbraucher über ihre Rechte aufgeklärt werden oder Konsumentscheidungen stärker hinterfragen. Dieses Engagement wollen wir durch die Auszeichnung würdigen und sichtbarer machen.“, so Christine Lambrecht, Bundesverbraucherschutzministerin und Schirmherrin des Preises.

Der österreichische Jurist und Datenschutzaktivist Maximilian Schrems erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „Engagement für Verbraucherschutz“. Maximilian Schrems hatte 2015 erreicht, dass die Aufhebung der Safe-Harbor-Vereinbarung zum Datenaustausch zwischen EU-Staaten und den USA durch den EuGH erwirkt wurde. Immer wieder wirft er Facebook seitdem die illegale Nutzung von Verbraucherdaten vor und wird auch nicht müde, immer wieder auch gerichtlich gegen den Konzern vorzugehen. Er hat dem europäischen Gesetzgeber deutlich gemacht, dass die europäische Rechtsdurchsetzung – insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes – gestärkt werden muss. Für dieses Engagement wurde Maximilian Schrems mit dem Bundespreis Verbraucherschutz 2019 geehrt, der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

In der Kategorie „Projekt für Verbraucherschutz“ wurde der Bundespreis Verbraucherschutz in diesem Jahr zwei Mal vergeben.  Für ihr ehrenamtliches Engagement für Verbraucherschutz im Bereich Pflege wurden die Pflege-Scouts aus dem Kreis Mettmann mit dem Bundespreis Verbraucherschutz und einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro geehrt. Mit der kostenlosen Unterstützung für Betroffene bei der Vorbereitung auf Besuche des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherungen leisten die ehrenamtlichen Pflege-Scouts einen wichtigen Beitrag für Verbraucherinnen und Verbraucher im Kreis Mettmann. Die Pflege-Scouts sind ein Angebot der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher im Kreis Mettmann.

Die Initiative „Wir für Mehrweg“, ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Lübeck, konnte sich ebenfalls über den Bundespreis Verbraucherschutz und das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro freuen. Seit Jahren nimmt der Verbrauch von Coffee-to-go-Bechern stetig zu. Mittlerweile werden nach Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe bundesweit insgesamt rund 2,8 Milliarden Einwegbecher pro Jahr verbraucht – das sind 320.000 Stück pro Stunde (Stand 2016). In Lübeck haben sich Akteure aus Politik, Verwaltung, Gewerbetreibende und Verbände dazu entschlossen, diesen Zustand nicht nur zu beklagen, sondern konkret etwas dagegen zu tun. Sie haben sich zur Initiative „Wir für Mehrweg“ zusammengeschlossen und die Einführung eines Pfandsystems initiiert, um Müll durch Einwegbecher für Kaffee und andere Heißgetränke zu vermeiden.

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