Schulauszeichnung „Verbraucherschule“ - Kriterienentwicklung, Etablierung des Auswahlprozesses und erste Auszeichnung

Der Verbraucherzentrale Bundesverband prämiert bundesweit Schulen, die Verbraucherbildung besonders engagiert umsetzen.

Was zeichnet das Projekt aus?
Sich gesund ernähren, klug mit Geld umgehen, klimafreundlich leben, sicher in der virtuellen Welt surfen – immer mehr Schulen greifen diese und andere Themen der Verbraucherbildung auf. Die Auszeichnung Verbraucherschule macht dieses Engagement von Schulen sichtbar und motiviert Verbraucherbildung kreativ umzusetzen. Anhand transparenter Kriterien, die individuelle Ansätze zur Umsetzung von Verbraucherbildung berücksichtigen, können sich bundesweit allgemeinbildende Schulen zum ersten Mal für ihre Aktivitäten in diesem Themenbereich auszeichnen lassen.

Hintergrund
Die Auszeichnung ist ein weiterer Baustein, um Kinder und Jugendliche zu verantwortungsvollen Konsumentscheidungen zu befähigen. Die Kultusministerkonferenz hat Verbraucherbildung an Schulen im Jahr 2013 durch einen Beschluss gestärkt, sie findet sich mittlerweile in vielen Lehrplänen der Bundesländer wieder. Auch die Verbraucherschutzministerkonferenz setzt sich mit ihrem Beschluss aus dem Jahr 2014 für mehr Verbraucherbildung ein. Die Umsetzung von Verbraucherbildung im Rahmen der Schulentwicklung unterstützt die Stärkung der Konsum- und Alltagskompetenzen. Das zeigen die Erfahrungen aus den erfolgreich etablierten Modellprojekten „Verbraucherschule“ der Verbraucherzentrale (VZ) Schleswig-Holstein und der Verbraucherzentrale (VZ) Nordrhein-Westfalen. Damit bundesweit Schulen als „Verbraucherschule“ ausgezeichnet werden können, müssen Kriterien etabliert werden, die das besondere Engagement abbilden. Nur so können die guten Ansätze der Modellschulen auch in die Breite getragen werden und die flächendeckende Umsetzung unterstützen.

Inhalte und Ziele
Um „Verbraucherschulen“ breitenwirksam zu etablieren, entwickelt der Verbraucherzentrale Bundesverband eine Schulauszeichnung. An der Auszeichnung teilnehmende Schulen werden mit dieser öffentlichkeitswirksam prämiert. Eine solche Auszeichnung sowie das damit verbundene Auswahlverfahren wird mit dem Projekt Auszeichnung „Verbraucherschule“ zum ersten Mal entwickelt und umgesetzt. Zur Qualitätssicherung werden Experten aus der Praxis, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Ministerien gezielt in den Entwicklungsprozess eingebunden. Die Auszeichnung „Verbraucherschule“ wird in den Stufen Silber und Gold vergeben. Als „Verbraucherschule Silber“ werden Schulen geehrt, die Verbraucherbildung gezielt und engagiert im Unterricht und außerhalb des Klassenzimmers umsetzen. „Verbraucherschule Gold“ zeichnet die Schulen aus, die darüber hinaus Verbraucherbildung als wesentliches Element ihrer Schulentwicklung festschreiben.

Gesellschaftliche Wirkung
Verbraucherschulen schärfen bei Schülerinnen und Schülern den kritischen Blick auf Konsumentscheidungen und vermitteln Alltagskompetenzen im Klassenzimmer sowie außerhalb des Unterrichts. Sie hilft ihnen ihr Leben verantwortungsbewusst für sich und andere zu gestalten – auch in der komplexen und sich kontinuierlich verändernden Konsumgesellschaft.
Die Erarbeitung von Kriterien sowie eines Auswahlprozesses ermöglicht es, dass Schulen sich als „Verbraucherschulen“ auszeichnen lassen können. Dies trägt zu einer Verankerung und somit Institutionalisierung von Verbraucherbildung an Schulen bei.

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Kategorien:
Bildung

Projekt Steckbrief

Laufzeit
August 2015 bis Dezember 2016
Fördersumme 73.891 €
Projektvolumen 73.891 €