Befragung von Lehrkräften - Evidenzbasierte Unterstützung von Lehrkräften bei der Vermittlung von Verbraucherthemen

Worum geht es?
Blick ins Klassenzimmer: Lehrerinnen und Lehrer berichten, wie das Fach „Verbraucherbildung“ an ihrer Schule unterrichtet wird, wie sie auf diese Aufgabe vorbereitet wurden und in welchen Bereichen sie sich Unterstützung wünschen.  

Hintergrund
Verträge, nachhaltiger Konsum und gesundes Essen: Anders als andere Bundesländer hat Schleswig-Holstein das Fach „Verbraucherbildung“ bereits fest in den Lehrplänen verankert – und nimmt damit eine wichtige Vorreiterrolle ein. Allerdings: Die Regelung gilt nur für weiterführende Schulen der Sekundarstufe I, Grundschulen und Gymnasien bleiben außen vor. Und: Bei der Umsetzung in die Praxis gibt es noch großen Handlungsbedarf.

Inhalte und Ziele
Um sich einen Überblick über die aktuelle Situation zu verschaffen, hat die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein die gefragt, die es am besten wissen: Lehrerinnen und Lehrer, die sich seit mindestens zwei Jahren intensiv mit dem Thema Verbraucherbildung beschäftigen. Ergebnis:

  • 98 Prozent der Befragten sehen bei ihren Schülerinnen und Schülern einen Bedarf an Verbraucherbildung.
  • Nur an 60 Prozent der Schulen wird Verbraucherbildung bereits vollständig und lehrplanmäßig umgesetzt.
  • Etwa ein Drittel der Lehrkräfte, die das Fach derzeit unterrichten, ist fachfremd und hatte während der Ausbildung keinen oder kaum Bezug zu irgendeinem Thema aus dem Bereich Verbraucherbildung.
  • 88 Prozent der Studienteilnehmer melden Bedarf an fachlicher Unterstützung an.

Die Ergebnisse zeigen: Es ist noch viel zu tun. Die Befragung macht deutlich, wie wichtig es ist, weitere Maßnahmen zur Stärkung der Verbraucherbildung zu ergreifen und in welchen Bereichen sich Lehrkräfte Unterstützung wünschen. Sie liefert damit eine wichtige Grundlage für die weitere Arbeit der Verbraucherzentrale.

Gesellschaftliche Wirkung
Die Lebenswelt von jungen Menschen wird immer komplexer. Um sich in ihr zurechtzufinden müssen sie lernen, wie sie ihre alltäglichen Rechtsgeschäfte erledigen können, wo Fallen im Umgang mit neuen Medien lauern, wie sie mit ihrem Geld verantwortlich umgehen können und was eine gesunde Ernährung ausmacht. Je besser der Unterricht im Fach Verbraucherbildung, desto mehr können Kinder und Jugendliche davon für ihr Leben profitieren.

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Kategorien:
Studien, Bildung

Projekt Steckbrief

Laufzeit
Juni 2012 bis Januar 2013
Fördersumme 3.943 €
Projektvolumen 3.943 €