Verbraucherbildung in den Schulen verankern

Bündnis engagiert sich für mehr Selbstbestimmung von jungen Verbraucherinnen und Verbrauchern
25.03.2013

In einer aktuellen Studie sehen mehr als zwei Drittel der befragten Lehrkräfte und Bildungsexperten die Schule in der Pflicht, Verbraucherbildung in die Lehrpläne aufzunehmen. Dafür setzen sich Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ein – das Bündnis für Verbraucherbildung. Gemeinsames Ziel ist es, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Verbraucherbildung an Schulen zu befördern.

Das Bündnis für Verbraucherbildung hat beim Auftakt am 12. März 2013 für sein Engagement viel Lob erhalten. Allerdings behaupteten einzelne Kritiker, dass das Bündnis Kinder indoktrinieren wolle, indem es Werbematerialien und Unternehmensvertreter an die Schulen bringe. Das entspricht nicht den Tatsachen. Im Gegenteil, die Leitlinien des Bündnisses geben deutliche Regeln für eine Beteiligung vor und setzen den Unternehmen klare Grenzen. „Produktwerbung und Marketing haben an der Schule nichts verloren“, so Julian Fischer, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz, die das Bündnis für Verbraucherbildung gegründet hat. Darüber hinaus ist Sponsoring ausgeschlossen.

Das Bündnis setzt sich für die Institutionalisierung der Verbraucherbildung in der Schule ein:

  • Bildungsstandards für Verbraucherbildung auf Bundesebene
  • Verankerung der Verbraucherbildung in den Lehrplänen
  • Verbesserung der Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte

Das Bündnis nimmt die irrtümlichen Behauptungen ernst. Mit den überarbeiteten FAQ auf der Website werden die eingegangen Fragen aufgenommen und die Spenden für das Jahr 2012 transparent ausgewiesen. „Gerade die Wirtschaft steht in der Verantwortung, Verbraucherschutz mitzufinanzieren“, so Fischer.

Studie zeigt Handlungsbedarf
Eine aktuelle Studie des Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft macht die Notwendigkeit des Bündnis für Verbraucherbildung deutlich: 78 Prozent der befragten Lehrkräfte und Experten sehen die Schule in der Pflicht, Verbraucherbildung in die Lehrpläne aufzunehmen. Zwei Drittel der Befragten geben zudem an, dass ein gemeinsames Vorgehen von Verbraucherorganisationen und Wirtschaft gewünscht ist.

FAQ online

Leitlinien online

Studie online

Ansprechpartner: Julian Fischer, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz