Erste Verbraucherschule in Deutschland

Bildungsministerin Prof. Wende zu Gast in der Gemeinschaftsschule Wilster
28.05.2014

Wilster, 28. Mai 2014.

Die Welt wird komplexer und für junge Verbraucher/innen immer schwieriger, sich zurecht zu finden: eine Flut an Gütesiegeln, Datenschutz in sozialen Netzwerken und umstrittene Fakten zum Klimawandel sind nur einige Beispiele. Für Schulen wird es somit dringend notwendig diese Lebenswirklichkeiten umfassend und über alle Schularten/-stufen hinweg zu berücksichtigen. „Verbraucherschulen dienen als Modellorte, die zeigen, wie der Erwerb von Konsum- und Alltagskompetenzen im Unterricht lebensnah gelingen kann“, sagt Julian Fischer, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz.

Die Gemeinschaftsschule Wilster in Schleswig-Holstein ist die erste Verbraucherschule Deutschlands: Unterricht zur Verbraucherbildung, Schülerfirma, Schulgarten und Lernort für künftige Lehrkräfte - so wird Verbraucherbildung ab Klasse 5 an der Schule lebensnah und handlungsorientiert gestaltet. Besonders wird auch auf die Verknüpfung von Verbraucherbildung und Berufsorientierung Wert gelegt.

Bildungsministerin Prof. Waltraud Wende, der Geschäftsführer der Stiftung Julian Fischer und der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Stefan Bock unterstreichen mit ihrem heutigen Besuch der Gemeinschaftsschule Wilster die besondere Bedeutung von Verbraucherbildung in der Schule.

Bildungsministerin Wende stellt heraus, dass Verbraucherbildung einen wichtigen Beitrag dazu leistet, sich in der Angebotsvielfalt zu orientieren und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. „Die Verbraucherschule Wilster schult mit ihrem besonderen Unterrichtsangebot die Kritikfähigkeit der Schülerinnen und Schüler und unterstützt sie eigene Maßstäbe für ihr Konsumverhalten zu entwickeln, in einer Zeit der ständigen Verführung ist das wichtiger denn je“, so die Ministerin.

„Die Verbraucherzentrale unterstützt die Gemeinschaftsschule Wilster auf ihrem Weg als Verbraucherschule. Möglich ist dies dank einer Projektförderung der Deutsche Stiftung Verbraucherschutz“, sagt Herr Bock. „Wir hoffen, dass von diesem Beispiel Schulen weit über Schleswig-Holstein hinaus profitieren werden“, so Bock weiter.

Fonds für Verbraucherbildung

Über den Fonds für Verbraucherbildung fördert die Deutschen Stiftung Verbraucherschutz die Verbraucherschulen. Interessierte, die den Fonds für Verbraucherbildung unterstützen möchten, können sich gerne bei der Stiftung melden.

Hinweis

Bildunterschrift: Bildungsministerin Prof. Wende, Schüler der Gemeinschaftsschule Wilster und Julian Fischer der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz

Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz und der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V.

   

Ansprechpartner: Julian Fischer, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz