Bundespreis Verbraucherschutz 2017

Deutsche Stiftung Verbraucherschutz honoriert Engagement für Verbraucherrechte im Bereich Energie und Mobilität
19.06.2017

Foto: Raum11 / Jahn Zappner


Am 19. Juni verleiht die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz zum dritten Mal den Bundespreis Verbraucherschutz auf dem Deutschen Verbrauchertag in Berlin.

Dr. Aribert Peters, Gründer des Bundes der Energieverbraucher e. V., erhält die Auszeichnung „Persönlichkeit des Verbraucherschutzes 2017“. Der Fahrgastverband PRO BAHN e. V. wird „Projekt des Verbraucherschutzes 2017“. Schirmherr ist Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas. Eine hochkarätig besetzte Fachjury mit Vertretern aus Verbraucherorganisationen, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft wählte die Preisträger aus allen aus der Bevölkerung eingereichten Vorschlägen aus.

„Gute Beispiele sollen Schule machen. Deshalb zeichnet der Bundespreis Verbraucherschutz Persönlichkeiten und Projekte aus, die mit ihrem Engagement, ihren Ideen oder ihrem Erfolg vorbildlich sind. Wir ehren damit Pfadfinder des Fortschritts und Streiter für die Gerechtigkeit.“, so Heiko Maas,  Bundesverbraucherschutzminister und Schirmherr des Preises.

Dr. Aribert Peters erhält die Auszeichnung in der Kategorie Persönlichkeit. Seit 30 Jahren engagiert er sich mit dem Bund der Energieverbraucher e. V. für die Rechte von Strom- und Gaskunden. Durch das Engagement seines Vereins konnten Energiepreise gesenkt werden, wodurch Verbraucher hunderte Millionen Euro einsparten. Seine Vision ist eine langfristig kostengünstige und sichere Energieversorgung und die Unabhängigkeit der Verbraucher von den Versorgern. Der Preisträger erhält eine Prämie von 15.000 Euro, mit der er eine gemeinnützige Organisation seiner Wahl unterstützen kann.

Der Fahrgastverband PRO BAHN e. V. erhält den Bundespreis Verbraucherschutz in der Kategorie Projekt, weil er seit über drei Jahrzehnten als „Anwalt der Fahrgäste“ erfolgreich die Verbraucherinteressen bei öffentlichen Verkehrsmitteln vertritt. Der Verband kämpft für bezahlbare Fahrpreise, verständliche Tarifsysteme, eine flächendeckende Infrastruktur und eine durchgehende Reisekette – im Bahnverkehr und jenseits der Schiene. Ohne ihn gäbe es keine kollektiven Fahrgastrechte und auch keine BahnCard 50 mehr. Das Projekt erhält direkt ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz rief im Frühjahr 2017 bundesweit dazu auf, Menschen und Projekte für den Bundespreis vorzuschlagen. Mit dem Preis ehrt die Stiftung herausragendes Engagement von Vorreitern und besonders erfolgreiche Projekte für die Stärkung von Verbraucherinteressen. Der Bundespreis Verbraucherschutz wird alle zwei Jahre verliehen.