Bildungsministerin Britta Ernst besucht Verbraucherschule Wilster

Pressemeldung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein
15.01.2016

Bildungsministerin Britta Ernst informierte sich am 15. Januar über das besondere Angebot der Gemeinschaftsschule Wilster zur Verbraucherbildung. Bei ihrem Besuch ließ sich die Bildungsministerin von Schülerverbraucherberaterinnen und -beratern zu verschiedenen verbraucherrechtlichen Themen beraten.

Schulleiterin Marlis-Krumm-Voeltz sieht in Verbraucherbildung eine große Chance für ihre Schülerinnen und Schüler. „Damit kommen Konsumthemen in den Unterricht, Schülerinnen und Schüler lernen Dinge, die für ihr praktisches Leben wichtig sind und zwar in allen Kernthemen der Verbraucherbildung: Finanzen, Medien, Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit“, so Marlis Krumm-Voeltz.

Ministerin Britta Ernst zeigt sich beeindruckt: „Schülerinnen und Schüler sind auch Konsumenten. Damit sie lernen, selbstbestimmt, nachhaltig und sozial verantwortlich Entscheidungen zu treffen, gibt es seit dem Schuljahr 2009/10 das Fach Verbraucherbildung an unseren Gemeinschaftsschulen. Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv und die Gemeinschaftsschule Wilster hat dies Thema beispielhaft weiterentwickelt.“

Eine besondere Maßnahme ist die Ausbildung von Schülerverbraucherberatern, die ihren Mitschüler und Eltern zu Themen ihrer Lebenswelt beraten oder erklären, wie sie sich Informationen beschaffen und Vergleiche und Tests richtig lesen können. Dazu lernen sie, was Beratung ausmacht und wie umfassend sie sein kann. Die Schülerinnen und Schüler lernen auch sich abzugrenzen. Daher geben sie keine konkrete Handlungsempfehlung, sondern leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit, sich im Dschungel der Produktinformationen zurechtzufinden. Deshalb wird beispielsweise das Lesen von Testtabellen geübt. Die Schülerverbraucherberater üben die Auswahl eines bestimmten Produkts anhand bestimmter Kriterien und können ihre Entscheidungen begründen. Ziel ist, dass sie Ratsuchende unterstützen, eigene Entscheidungen zu treffen.

Besonders ist auch die Kooperation mit Grundschulen im Umkreis. In diesem Jahr soll mit der Wolfgang-Ratke-Grundschule in Wilster ein Projekt "Schüler fördern Schüler – Money & Kids" etabliert werden. Gerade bildet die Schule auch Mareike Groth, Lehrkraft im Vorbereitungsdienst (LiV), im Fach Verbraucherbildung aus.

Andere Schulen sollen die Möglichkeit erhalten, von den Erfahrungen der Gemeinschaftsschule Wilster zu profitieren. „Deshalb planen wir gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in den kommenden zwei Jahren eine Reihe von Veranstaltungen, mit denen wir uns interessierten Schulen und Lehrkräften öffnen möchten“, sagt Marlis Krumm-Voeltz abschließend.

Die Schule wurde bereits 2013 für ihr Engagement als erste Verbraucherschule Deutschlands von der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz ausgezeichnet, die durch eine Projektförderung den Entwicklungsprozess der Schule unterstützt.

Bildunterschrift: Bildungsministerin Britta Ernst, Schülerverbraucherberaterinnen Malin Rademann, Jane Schröder

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