Modellschule Verbraucherbildung Bünde - Erich-Kästner-Gesamtschule

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Worum geht es?
Verbraucherbildung im Unterricht und Schulleben der Erich-Kästner-Gesamtschule in Bünde integrieren.

Hintergrund
Die Notwendigkeit, Konsum- und Alltagskompetenzen grundlegend und verständlich zu vermitteln, zeigt sich beispielsweise an der hohen Zahl ver- und überschuldeter junger Menschen (SchuldnerAtlas, Creditreform 2013), an einer Flut von Abmahnungen für Verstöße von Urheberrechten im Internet (vzbv 2012) und an der steigenden Zahl adipöser Jugendlicher, die nie etwas über gesunde Ernährungsweisen gehört haben (KIGGS-Studie). Mit entsprechenden Bildungsangeboten können hier mittel- und langfristig deutliche Verbesserungen erreicht werden.

Verbraucherschulen sind Modellschulen, die zeigen, wie die Vermittlung von Konsum- und Alltagskompetenzen im Unterricht und Schulalltag erfolgreich gelingen kann. Ihr Ziel: Schülerinnen und Schüler sollen selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Konsumentscheidungen treffen können.


Inhalte und Ziele
Für die Erich-Kästner-Gesamtschule in Bünde mit über 1600 Schüler/innen steht Gesundheitsförderung ganz oben auf der Agenda. Mit Projekten zur Sexualerziehung, Aids- und Suchtprävention packt die Schule ganz praktisch wichtige gesellschaftliche Themen an.

Über Projekte werden die Schüler bereits jetzt auch an konsumkritische Themen herangeführt, wie z. B. über die Initiative „Art at Work“, die in einem Zelt eine chinesische Bekleidungsfabrik simuliert und die Jugendlichen erfahren, was es heißt 14–16 Stunden am Tag für einen Hungerlohn zu arbeiten, damit sie hier in Deutschland T-Shirts für 5 Euro kaufen können.

Außerdem ist es möglich, an der Erich-Kästner-Gesamtschule den „europäischen Computerführerschein“ zu machen – so bekommen sie jetzt schon eine Grundausbildung im Umgang mit Computern, an die die Vermittlung von Medienkompetenzen im Rahmen der Verbraucherbildung nahtlos anschließt. Die vier Handlungsfelder der Verbraucherbildung werden letztendlich zu einem ganzheitlichen Unterrichtskonzept der Verbraucherbildung zusammengeführt. Das Projekt wird begleitet von der Universität Paderborn.

Gesellschaftliche Wirkung
Die Verbraucherschule als Modellort gibt Impulse für Politik, Schulverwaltung und Wissenschaft, eine flächendeckende und schülerorientierte Verbraucherbildung weiterzuentwickeln.

Stand: Juni 2014

Externe Links:
Kategorien:
Bildung

Projekt Steckbrief

Laufzeit
August 2013 bis Juli 2016
Fördersumme 5.229 €
Projektvolumen 24.602 €

Zuwendungsempfänger