Verbraucherbildung in der Gemeinschaftsschule Wilster

Festigung des Profils und Öffnung für andere Schulen

Foto: Bildungsministerin Britta Ernst informierte sich am 15. Januar über das besondere Angebot der Gemeinschaftsschule Wilster zur Verbraucherbildung. Bei ihrem Besuch ließ sich die Bildungsministerin von Schülerverbraucherberaterinnen und -beratern zu verschiedenen verbraucherrechtlichen Themen beraten.

Was zeichnet das Projekt aus?

Im Fokus steht die Festigung des Profils der Gemeinschaftsschule Wilster als Verbraucherschule mit den Kernthemen der Verbraucherbildung (Finanzen, Medien, Ernährung/Gesundheit und Nachhaltigkeit), die direkte Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern sowie die Öffnung für interessierte Schulen.

Hintergrund

Mit dem Vorgängerprojekt „Verbraucherbildung in der Gemeinschaftsschule Wilster“ (2013 – 2015) hat die Schule ein Schulprofil Verbraucherbildung entwickelt, ein entsprechendes Konzept und die notwendigen Fachcurricula erstellt sowie ein Schulteam Verbraucherbildung gebildet. Die Schule setzt Verbraucherbildung von Klassenstufe 5 bis 10 schülerorientiert um. Viele weitere Maßnahmen sind angestoßen.

Inhalte und Ziele

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. unterstützt die Gemeinschaftsschule Wilster darin, ein auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler zugeschnittenes Angebot im Rahmen der Verbraucherbildung zu gestalten. So gibt es Veranstaltungen zu den Themen Handy, Internet & Co., Projekttage zur Stärkung der Finanzkompetenz (Geld, Konsum und Lebensstil) und eine Fragestunde für 10. Klässler, bei der die Schülerinnen und Schüler Experten der Verbraucherzentrale ihre Fragen zu Versicherungen, Vorsorge und Verbraucherrecht stellen können. Fortbildungen machen die Lehrkräfte fit für die Vermittlung der Verbraucherthemen.

Die bereits angestoßenen Entwicklungen aus dem Vorgängerprojekt werden ausgebaut und gestärkt. So wird gemeinsam mit den Schülern das Mensaangebot weiterentwickelt, wobei der Schulgarten und dessen Produkte eingebunden werden. Fortgeführt wird auch die Ausbildung von Schülerverbraucherberatern, die zum festen Bestandteil im Schulleben werden sollen. Zudem wird die Elternarbeit ausgebaut. Gemeinsam mit dem Schulelternbeirat wird eine Veranstaltungsreihe entwickelt, die sich thematisch an den Bedürfnissen der Eltern orientiert. Grundlage dafür bildet eine Befragung der Elternschaft, aus der sich die gewünschten Themenschwerpunkte ergeben.

Um sich anderen Schulen gegenüber zu öffnen und sich mit ihnen zu vernetzen, werden die Erfahrungen und Ergebnisse des Vorgängerprojekts -  in Kooperation mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein (IQSH) - gezielt anderen Schulen in Schleswig-Holstein und Hamburg zugängig gemacht. Unter dem Motto „Von anderen Schulen lernen“ bietet die Verbraucherzentrale interessierten Lehrkräften Fortbildungen an und zeigt, wie ein konkretes Thema der Verbraucherbildung im Schulcurriculum der Gemeinschaftsschule Wilster umgesetzt wird. Damit sollen weitere Schulen ermutigt werden, das Fach Verbraucherbildung ebenfalls in ihr Schulprofil zu übernehmen.

Gesellschaftliche Wirkung

Kompetenzen für die Bewältigung des Alltags sind nicht nur für den Einzelnen, sondern für das Gemeinschaftsleben förderlich. Junge Verbraucherinnen und Verbraucher sollen darin gestärkt werden, Informationen zu filtern und Entscheidungen unter Berücksichtigung der Konsequenzen zu treffen. Und zwar unabhängig davon, welcher sozialen Schicht sie angehören und wie viel Vorwissen sie aus ihren Familien und ihrem Lebensumfeld bereits mitbringen.

Zum Vorgängerprojekt Verbraucherschule Wilster

Externe Links:
Kategorien:
Bildung

Projekt Steckbrief

Laufzeit
Januar 2016 bis März 2018
Fördersumme 72.039 €
Projektvolumen